Berlin : Zitadelle: Nach umstrittener Filmgenehmigung

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Nach den umstrittenen Dreharbeiten im Fledermaus-Winterquartier der Zitadelle prüft die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt eine Einschränkung der bezirklichen Nutzungsmöglichkeiten auf der Festung. Wie berichtet, hatten Naturschutzbehörde und Verwaltunggericht am Sonnabend vom Spandauer Kulturamt genehmigte Filmaufnahmen gestoppt. Nach wiederholten Verstößen gegen die Schutzbestimmungen habe der Vorfall am Wochenende "alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt" sagte der Artenschutzbeauftragte des Senats, Johannes Schwarz. "Wir werden mit dem Bezirk nochmals ernsthaft reden".

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In den Drehgenehmigungen ist nur pauschal von der Bastion Königin die Rede, so Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU). Daher sei er zunächst davon ausgegangen, dass sich die Erlaubnis nur auf die nicht geschützten Bereiche bezog. Der Politiker musste aber einräumen, dass eine entsprechende Liste auf der Zitadelle offenbar nicht existierte. Die Erlaubnis war von einer Mitarbeiterin des Stadtgeschichtlichen Museums erteilt worden. Normalerweise ist für Nutzungsverträge die Gebäudeverwaltung zuständig. Die Filmproduktion verweist auf Detailabsprachen über die Drehorte. Jetzt lässt Hanke seine Mitarbeiter befragen.

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