Berlin : Zoll fand sechs Tonnen geschmuggelten Pfeifentabak

Die Schmuggelware war hinter Paletten mit Datteln und Holzspänen versteckt: Sechs Tonnen unversteuerten Wasserpfeifentabak haben Zollfahnder – wie erst jetzt bekannt wurde – vorige Woche am ehemaligen Grenzübergang Dreilinden in einem Lastwagen entdeckt und beschlagnahmt.

„Eine so große Menge geschmuggelten Tabak haben wir seit Jahren nicht mehr gefunden“, sagte ein Sprecher des Zolls. Die Fahnder hatten den Lastwagen einer deutschen Speditionsfirma am vorigen Donnerstag überprüft. Angeblich sollten lediglich Datteln und Duftessenzen eingeführt werden. Doch da für die Datteln keine gültige Lebensmittelkennzeichnung vorlag, überprüften die Beamten den Container genauer. Sie ließen die komplette Fracht ausladen. Ganz am Ende des Containers entdeckten sie dann mehrere Kartons mit geschmuggeltem Wasserpfeifentabak: Er war in 250-Gramm-Plastikpäckchen eingeschweißt. Die hinterzogenen Steuerabgaben für die 6000 Kilogramm beliefen sich laut Zollsprecher auf rund 230 000 Euro. Geliefert werden sollte der Tabak zu einem „deutschen Privatmann nach Zehlendorf“, hieß es. Als der Lastwagenfahrer diesen während der Kontrolle anrief, ließ der Geschäftsmann ausrichten, dass er die Annahme der Ware verweigere. Gegen den Einführer wird nun wegen Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt.

Der Tabak wurde aus Ägypten über den Hamburger Hafen nach Deutschland transportiert. Der Tabak wird insbesondere für das Rauchen von Shisha – also Wasserpfeifen – genutzt. Er stammt überwiegend aus arabischen oder nordafrikanischen Ländern. Wird unversteuerter Wasserpfeifentabak, dem die deutsche Steuerbanderole fehlt, hier verkauft oder gekauft, müssen sowohl der Käufer als auch der Verkäufer mit einem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung oder Hehlerei rechnen. tabu

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