Zoo : Knuts Nachfolger gesucht

Die Zooleitung macht sich Gedanken darüber, wo ein Nachfolger für Knut zu finden ist. Zurzeit wird Knuts früheres Gehege grundgereinigt.

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Genaue Erkenntnisse über die Ursache für Knuts Tod erwartet der Berliner Zoo Mitte der kommenden Woche. Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz will die Ergebnisse der bakteriellen und der Gewebeuntersuchung auf einer großen Pressekonferenz bekannt geben. Eine erste Sektion hatte ergeben, dass der Eisbär unter einer schweren Hirnerkrankung litt, es ist aber noch nicht eindeutig geklärt, ob diese auch zu seinem plötzlichen Tod am vergangenen Sonnabend geführt hat.

Gedanken macht sich die Zooleitung inzwischen darüber, wo ein Nachfolger für Knut zu finden ist. „Das Männchen Troll aus dem Tierpark wäre eine Möglichkeit“, sagt Zoo-Sprecherin Claudia Bienek am Sonnabend. Parallel sieht man sich aber derzeit auch in anderen europäischen Zoos nach einem Eisbären im richtigen Alter um.

Zurzeit wird Knuts früheres Gehege grundgereinigt und von Bakterien und Viren befreit; voraussichtlich am Mittwoch sollen drei Eisbärinnen hineingelassen werden. Für die Zukunft überlegt man im Zoo, im Eisbärengehege mehr Naturelemente zu verwenden. „Wir denken über einen Naturboden aus Gras nach“, sagt Bienek. Alle verändernden Maßnahmen würden aber erst ergriffen, wenn die Ursache für Knuts Tod sicher feststehe.

Der Zoo bittet zum Gedenken an Knut um Unterstützung des WWF-Arktisprogramms zum Schutz des Lebensraumes der Eisbären. Mehr Details unter der Adresse www.zoo-berlin.de

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