Berlin : Zoo: Panda mit Hitzewallungen

Die überraschende künstliche Besamung der Panda-Bärin Yan Yan im Zoologischen Garten Berlins ist in Peking als "gute Nachricht" aufgenommen worden. Obwohl die Leihgabe aus China derzeit nicht versichert ist, zeigte sich die zuständige Vereinigung zum Schutz wilder Tiere, die dem Waldministerium in Peking unterstellt ist, nicht beunruhigt. Ein Mitarbeiter äußerte die Erwartung, dass Yan Yan auch weiterhin gemäß des im Frühjahr 2000 ausgelaufenen Vertrages behandelt werde, bis ein neues Abkommen geschlossen sei.

Der Berliner Zoo hatte sich zu dem Eingriff unter Narkose entschlossen, weil die Panda-Bärin auf einmal Hitzewallungen hatte und bei einer Untersuchung ein "sehr günstiger" Zeitpunkt für die Befruchtung festgestellt wurde. Die vorherigen drei Versuche waren bisher gescheitert. Bei den Verhandlungen über den noch ausstehenden Vertrag, die zunächst das Panda-Zentrum Louguantai in der Provinz Shaanxi geführt, jetzt aber die Vereinigung zum Schutz wilder Tiere übernommen hat, fordern die Chinesen eine jährliche Leihgebühr von 280 000 Mark.

Über mangelnden Nachwuchs bei den Gorillas muss sich der Zoo hingegen nicht beklagen. Schwierigkeiten gibt es trotzdem auch dort. Denn erneut wird ein Gorilla-Junges nicht von seiner Mutter anerkannt. Zunächst hatte die achtjährige "Effi" ihr Kleines, das am 25. Juli geboren war, gut versorgt. Nach vier Tagen allerdings begann sie es zu vernachlässigen und ließ es auch nicht mehr trinken. Bei einer tierärztlichen Untersuchung kam auch heraus, dass der Oberarm des kleinen Affen gebrochen war und es leichte Bisswunden seiner Mutter hatte. Das Tier wird jetzt von dem Pfleger Raimon Opitz versorgt, der dies schon im vergangenen Jahr bei einem anderen Jungtier übernommen hatte. Damals war er mit dem kleinen Gorilla sogar zum Urlaub an die Ostsee gefahren.

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