Berlin : Zootiere haben Silvester gut verkraftet

hema

Die Bewohner des Zoos haben den Jahrtausendwechsel ohne Schaden überstanden. Wie berichtet, hatte man Silvester vorsorglich alle Tiere nach drinnen gebracht. Nur die jenseits des Kanals befindlichen Przewalskipferde und japanischen Seraus kamen im Freien ins neue Jahrtausend - aber auch sie problemlos. "Die Tiere drinnen hörten nihts von dem Krach draußen, in ihren Stallungen waren sie sicher, fühlten sich wohl und legten sich hin. Für die draußen Verbliebenen war es von Vorteil, dass die Silvesterknallerei schon lange vorher begann und sich die Tiere so bis Mitternacht auf den Hauptkrach einstellen konnten", sagte gestern Peter Rahn im Zoo. Seit Jahren hat der Zoologe zum Jahreswechsel Bereitschaftsdienst, traditionell machte er auch an diesem Neujahrstag um 0 Uhr 30 seine erste Runde per Rad durch den Zoo. Danach ist er beruhigt heimgefahren, nichts war passiert, nur an den Randbereichen des Gartens lagen abgebrannte Raketen, die gestern weggeräumt wurden. Weit hatte es Peter Rahn nicht nach Hause, er wohnt im Zoo.

Dort begann man gestern mit der Auswertung der Jahresinventur - wie alljährlich wurde bis 31. Dezember 1999 alles, was im Zoo kreucht und fleucht, statistisch erfasst. Auch die asiatische Elefantin "Pang Pha", um die sich jetzt alles dreht, wird im März doch wie berichtet, ihr erster Nachwuchs erwartet - seit 1938 wäre es die erste Elefantengeburt im Zoologischen Garten. Deshalb wird die 13-jährige "Pang Pha" rund um die Uhr bewacht, um jeder Komplikation der etwa 22 Monate langen Tragezeit vorzubeugen. Der Elefantenpfleger Pankow hat dabei einen kurzen Weg, fast Wand an Wand mit seinen Schützlingen wohnt er selbst im Elefantenhaus. Auch wenn alles gut geht - zwei Mal hatte der Zoo bei asiatischen Elefanten schon Pech - kommt das Junge "vaterlos" zur Welt. Der Bulle, der 1997 aus Texas nach Berlin gekommen war, starb 1998 nach der erfolgreichen Besamung.

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