Berlin : Zu Ende gedacht

Werner van Bebber

macht den Senatsabwählern ein Kompliment Diese Stadt überrascht immer wieder. Das schräge Bündnis von Polizisten- und Lehrergewerkschaft sowie der Initiative Soziales Berlin hat den Hebel zum Sturz des Senats angesetzt. Anfangs unter sengender Sommersonne, dann von feuchtkalten Winden gepeinigt, zuletzt in Herbstnebeln kaum noch zu erkennen, haben Gewerkschafter und Initiativ-Aktivisten weit über 50 000 Unterschriften gesammelt. Stufe eins der verfassungskonformen Senatsabwahl im Zuge eines Volksbegehrens ist genommen: Respekt! Nun will die GEW unter Vormann Ulrich Thöne nicht mehr mitmachen, sondern nur noch ideelle Unterstützung gewähren. Während die Vormänner der rot-roten Koalition im Abgeordnetenhaus ihre Schreibtische ausräumen, ist den GEW-Lehrern wahrscheinlich der Gedanke gekommen, das Bündnis könne am Ende vollen Erfolg haben. Und sie haben sich vorgestellt, wie Thöne mit Polizeigewerkschafts-Chef Eberhard Schönberg den Senat selbst bilden muss.

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