Berlin : Zu Fuß über die Autobahn: 16-Jährige tot

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Mit ihren Freunden wollte die Sechzehnjährige nach dem Besuch des Oktoberfestes in Reinickendorf nur den Weg abkürzen. Doch die Abkürzung führte quer über die Stadtautobahn – und für das Spandauer Mädchen direkt in den Tod. Die Clique hatte am Sonnabend kurz vor Mitternacht die mehrspurige Autobahn 111 schon fast überquert, als ein in Richtung Süden fahrendes Auto auf der rechten Spur die Sechzehnjährige erfasste. Sie starb kurze Zeit darauf in einem Krankenhaus. Ihre schockierten Begleiter blieben unverletzt.

Das Mädchen hatte Alkohol getrunken, die genaue Promillezahl konnte die Polizei am Sonntag nicht nennen. Den 33jährigen Autofahrer treffe nach dem derzeitigen Stand keine Schuld hieß es. Dennoch sei sein Wagen – ein Suzuki – für ein technisches Gutachten sicher gestellt worden. Zudem sollen jetzt die Zeugen vernommen werden.

Wie es hieß, wollte die Gruppe sich den etwa zehnminütigen Fußweg zum Parkplatz auf der anderen Seite ersparen. Einen Zaun an der Autobahn gibt es nicht. Wie es auf dem zuständigen Polizeiabschnitt hieß, sei es nicht das erste Mal gewesen, dass Festbesucher auf diese Weise ihr Leben riskierten. Zur Abschreckung stehe dort bereits des öfteren ein Mannschaftswagen. Seit Eröffnung des zentralen Festplatzes vor fünf Jahren wird bemängelt, dass der Weg zu den Parkplätzen auf der anderen Seite der Autobahn einen etwa 800 Meter langen Fußmarsch erfordert und der Festplatz zwischen Kanal, Kaserne und Autobahn insgesamt schlecht erreichbar ist.

Zum Unfallzeitpunkt waren sogar etwa 40 Polizisten auf dem Festplatz im Einsatz, da im Hauptzelt Schlägereien zwischen Fans von Hertha und Union befürchtet worden waren – die Polizei hatte ihre Fahrzeuge deshalb an diesem Abend vor dem Zelt abgestellt und nicht am Eingang des Festplatzes.

Die Sprecherin der Verkehrssenatorin, Manuela Damianakis, kündigte gestern an, dass die Absperrungen zwischen Festplatz und Autobahn geprüft werden. Ha

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