Berlin : Zu Recht von Klassenfahrt ausgeschlossen

Das Schuljahr geht zu Ende, es nähert sich die Zeit der Klassenfahrten. Auch hier geht nicht alles glatt: Zwei 13-jährige Zehlendorfer Gymnasiasten zum Beispiel müssen zu Hause bleiben, wenn ihre Klassenkameraden demnächst nach Amrum aufbrechen. Wegen einer Schulhofrangelei hatte sich die Schule entschlossen, die beiden von der Fahrt auszuschließen. Dagegen wehrten sich die Eltern der zwei Siebtklässler mit Eilanträgen vor Gericht – und scheiterten. „Aggressives Fehlverhalten gegenüber Mitschülern kann den Ausschluss von einer Klassenfahrt rechtfertigen“, beschlossen die Verwaltungsrichter.

Die beiden Schüler hatten sich gemeinsam mit einer Gruppe anderer Schüler zwei Opfer ausgesucht und diese in der Schulpause in einem Rondell aus Holzbänken eingekesselt. Mitschüler, die den Eingeschlossenen helfen wollten, wurden durch Drohungen daran gehindert. Einer der beiden Eingeschlossenen hatte laut Gericht geschildert, dass er sich „wie in einer Gladiatoren-Arena gefühlt“ habe. Die beiden jetzt ausgeschlossenen Schüler hätten erheblich zur Eskalation der Situation beigetragen, so die Richter. Bliebe derartiges Verhalten sanktionslos, würde die Schule auf die Dauer ihre Durchsetzungsfähigkeit einbüßen. Eine Elternvertreterin nannte die Entscheidung „hart, aber vertretbar“.

Schwierigkeiten anderer Art hatten Pankower Schüler. Als sie am Dienstagabend in einem Reisebus Richtung England starten wollten, gerieten sie in eine Polizeikontrolle. Die Bremsen des Gefährts erwiesen sich als marode. Die Polizei zog den Bus aus dem Verkehr. fk

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