• Zu wenig Platz: BSR schließt Recyclinghof in Friedrichshain Neubau an Modersohn-Brücke – Proteste wegen Kita in der Nähe

Berlin : Zu wenig Platz: BSR schließt Recyclinghof in Friedrichshain Neubau an Modersohn-Brücke – Proteste wegen Kita in der Nähe

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Keine Container mehr für kaputte Fernseher, Farbreste oder sperriges Holz in KreuzbergFriedrichshain: Heute wird der Recyclinghof der Stadtreinigung (BSR) an der Mühlenstraße 4 am Spreeufer auf Dauer geschlossen. Die BSR will zwar an der Modersohnbrücke westlich vom S-Bahnhof Ostkreuz einen neuen Abgabeplatz für privaten Sondermüll bauen, aber dieser soll frühestens Anfang 2004 fertig sein. Außerdem gibt es dort Streit mit einer benachbarten Kita. So lange müssen die Bewohner des Bezirks auf benachbarte Recyclinghöfe etwa an der Lichtenberger Fischerstraße oder der Gradestraße in Neukölln ausweichen.

Das Grundstück des bisherigen Platzes an der Mühlenstraße war aus Sicht der BSR ohnehin zu klein und nicht ausbaufähig. „Wir konnten dort die Abgabe des vielfältig unterteilten Sondermülls nicht so übersichtlich gestalten, wie dies Standard ist“, sagt BSR-Sprecherin Sabine Tümmler.

Das Gelände des künftigen Recyclinghofes für Kreuzberg und Friedrichshain an der Ecke Rudolfstraße / Modersohn-Brücke gehört der BSR. Über den Bauantrag entscheidet zur Zeit der Bezirk. Dabei gerät er zwischen widerstreitende Interessen, denn Eltern und Erzieher einer angrenzenden Kindertagesstätte protestieren gegen das Projekt. Sie fürchten Lärm und zusätzlichen Verkehr. Die Stadtreinigung versucht diese Ängste nun mit einem Lärmgutachten zu entkräften, das sie selbst in Auftrag gab. Danach sind „keine Beeinträchtigungen zu befürchten“, so BSR-Sprecherin Tümmler. CS

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