Zukunft des ICC : Zurück an den Start

Der Regierende Bürgermeister hat eine Idee für das ungeliebte Kongresszentrum. Sie ist gut, wenn auch nicht gerade neu. Ein Kommentar

Gerd Nowakowski
ICC Berlin
Aktuell steht das Internationale Congess-Centrum (ICC) leer. Wie es weitergeht, ist noch nicht sicher. Bisher bleibt das...Foto: dpa

Politik bedeutet zuweilen, auf verschlungenen Wegen zurück zum Start zu gehen. Die Forderung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller, das derzeit geschlossene ICC wieder zu nutzen, gehört dazu. Schließlich steht im SPD/CDU-Koalitionsvertrag von 2011: „Das Internationale Congress Centrum (ICC) wird saniert und anschließend in seiner heutigen Funktionalität als zentrales Kongresszentrum weiter genutzt.“ Bekanntlich kam es anders; diskutiert wurden gar ein Abriss und bis vor Kurzem eine Nutzung als Shoppingmall. Gezeigt hat sich freilich, dass der von der Messe Berlin als ICC-Ersatz gebaute City Cube – anders als der Öffentlichkeit vorher suggeriert – nicht die Großkongresse aufnehmen kann. Seit das ICC geschlossen ist, entgehen Berlin gerade die prestigeträchtigen Veranstaltungen mit mehreren tausend Teilnehmern.

Die bunte Geschichte des ICC
Flaggen wehen vor dem ICCWeitere Bilder anzeigen
1 von 15Foto: dpa
07.10.2013 09:04Das ICC in Westend war mit 320 Metern Länge und 80 Metern Breite bei seiner Eröffnung eines der größte Kongresshäuser der Welt....

Die Politik hat sich zu lange von der Messegesellschaft leiten lassen, für die das ICC ein ungeliebter Kostenfresser ist, der ihre Bilanz verhagelt. Unabdingbar ist, dass das ICC vor seiner Reaktivierung modernisiert werden muss – dies war aber auch 2011 klar. Müller hat recht: Alle Gutachten liegen auf dem Tisch, jetzt muss entschieden werden. Noch mehr Zeit zu verlieren, kann sich Berlin angesichts des boomenden Kongressgeschäfts nicht leisten.

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