• Zukunft des Straßenumzugs in Kreuzberg: Das Parlament stieg für den Karneval in die Bütt

Zukunft des Straßenumzugs in Kreuzberg : Das Parlament stieg für den Karneval in die Bütt

Noch immer ist nicht endgültig geklärt, ob der Karneval der Kulturen in diesem Jahr stattfinden kann. Die Oppositionsfraktionen machen dafür den Senat verantwortlich.

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Schön bunt. So war der Karneval im vergangenen Jahr und in den Jahren zuvor, und so soll er nach Auffassung des Parlaments auch weiter sein.
Schön bunt. So war der Karneval im vergangenen Jahr und in den Jahren zuvor, und so soll er nach Auffassung des Parlaments auch...Foto: imago/Bernd König

Die Aufregung um den Karneval der Kulturen erreichte am Donnerstag auch das Abgeordnetenhaus. Voller Leidenschaft kritisierten die Vertreter der Oppositionsfraktionen, dass vier Monate vor dem geplanten Termin – der Karneval findet traditionell immer zu Pfingsten statt – der beliebte farbenfrohe Umzug durch Kreuzberg immer noch nicht gesichert ist. Sie warfen dem Senat in der Debatte vor, untätig gewesen zu sein und es damit in Kauf genommen zu haben, dass der Karneval in diesem Jahr eventuell nicht stattfinden kann. „Sehenden Auges“ sei man in diese Situation geraten, kritisierte der kulturpolitische Sprecher der Linksfraktion, Wolfgang Brauer. Scharfe Kritik kam auch von der grünen Abgeordneten Susanna Kahlefeld und dem Piraten Fabio Reinhardt.

Wie berichet, gibt es nach wie vor keine Klarheit über den Veranstalter des über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Events. Das Finanzierungskonzept steht ebenfalls noch nicht. Die bisherigen Geschäftsführer der Werkstatt der Kulturen und der Senat hatten sich nach Differenzen über ein Sicherheitskonzept getrennt. Dieses liegt inzwischen vor und wurde von einem Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht erarbeitet – in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden.

„Der Senat steht zum Karneval der Kulturen“, sagt Integrationssenatorin Dilek Kolat (SPD). Die Veranstaltung sei dem Senat außerordentlich wichtig.

Man arbeite derzeit intensiv daran, ein Gesamtfinanzierungstableau zu erstellen; das brauche einfach Zeit, da es einen laufenden Haushalt gebe. Zuletzt hatten die Gruppen einen Karnevalsfonds in Höhe von 70 000 Euro gefordert. Am kommenden Mittwoch soll es erneut ein Treffen von Kolat und den teilnehmenden Gruppen geben. Bis dahin soll das Konzept stehen. Die Integrationssenatorin zeigte sich zuversichtlich, dass das Wesentliche geklärt sein wird. Und ebenso, dass es auch in diesem Jahr zu Pfingsten einen Karneval der Kulturen in Kreuzberg geben wird.

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