Zukunfts-Dialog in Berlin-Friedrichsfelde : Tierpark will mehr Besucher anlocken

Dem Tierpark in Friedrichsfelde fehlen die Besucher. Damit sie wieder zahlreicher kommen, gibt es eine neue Gesprächsrunde, in der Tierpark-Fans Vorschläge machen können. An Ideen mangelt es nicht, am Geld allerdings schon.

Marie Rövekamp
Bessere Vermarktung. "Gerade mit Tieren kann man dort Emotionen wecken", sagt Erik Gührs, Lichtenberger SPD-Bezirkspolitiker.
Bessere Vermarktung. "Gerade mit Tieren kann man dort Emotionen wecken", sagt Erik Gührs, Lichtenberger SPD-Bezirkspolitiker.Foto: picture alliance/ dpa

Groß ist der Tierpark in Friedrichsfelde, grün und sehenswert – und trotzdem fehlen die Besucher. Um die Frage, wie sich Attraktivität erhöhen lässt, drehte sich der "Zukunfts-Dialog" am Donnerstagabend im Schloss Friedrichsfelde. Es war der Startschuss für eine ganze Veranstaltungsreihe. Initiator ist der Förderverein von Tierpark und Zoo. Gesprächspartner sind die Besucher. Rund 100 Tierpark-Fans kamen zur ersten Gesprächsrunde zum Thema Service.

Zielgruppen stärker berücksichtigen

Ein wichtiger Punkt in der Diskussion war, die zwei wichtigen Zielgruppen des Tierparks, Senioren und Kinder, stärker zu berücksichtigen. So würden ältere Besucher zum Beispiel davon profitieren, wenn es einen Bus oder eine Schwebebahn in der 160 Hektar großen Anlage geben würde. Kinder könnten den Aufenthalt hingegen mit mehr Spielgeräten oder Erlebniselementen wie einem Barfußpfad genießen. „Außerdem wäre es sinnvoll, den jungen Gästen mehr zu erklären. Sonst lernen sie die Zusammenhänge nicht“, sagte ein Anwohner.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Frage, wie die Öffentlichkeit den Tierpark stärker wahrnehmen könnte. Ideen waren, die Beschilderung auf dem Weg zur Anlage zu verbessern und Hinweise im Park auf deutsch und englisch zu gestalten. Darüber hinaus sollten Videos von neuen Tieren veröffentlicht werden, zum Beispiel in sozialen Netzwerken, wie der Unternehmer Jan Wellmann sagte.

Viele Vorschläge - die alle Geld brauchen

„Gerade mit Tieren kann man dort Emotionen wecken.“ Auch Erik Gührs, Lichtenberger SPD-Bezirkspolitiker, betonte, dass der Tierpark besser vermarktet werden müsste. Bei all den Vorschlägen durfte aber ein Aspekt nicht fehlen: das Geld. Zum einen forderten die Anwesenden, dass der Tierpark finanziell mehr gefördert werden müsste. Zum anderen gab es Vorschläge zu günstigeren Sondertarifen für Nachtschwärmer, Jogger oder auch Feriengäste. „Dabei darf man aber nicht vergessen, dass jede Reduzierung am Ende die Einnahmen schmälert“, sagte ein älterer Herr – woraufhin die nächste Hand in die Luft schnellte.

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