Berlin : Zum Jubiläum einen Tango

Berlin und Buenos Aires sind seit zehn Jahren Partner. Das wird groß gefeiert

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Tango, Rindersteak und Argentinien gehören zusammen. Das zumindest behaupten die Macher von „Tangoformat“ und haben ihre Ausstellung gleich in der Rinderauktionshalle des alten Schlachthofes in Prenzlauer Berg aufgebaut. „Eine der historischen Geburtstätten des Tangos war das Schlachthofviertel in Buenos Aires“, sagt Fredi Gutzler, der Kurator von „Tangoformat“. Das Kunstprojekt gehört zum Programm des zehnjährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft Berlin– Buenos Aires mit Veranstaltungen in der ganzen Stadt bis Ende Oktober.

In der verfallenen Rinderauktionshalle in Prenzlauer Berg – bei Regen tropft Wasser durch die Decke – hängen Bilder und Lichtinstallationen zur Geschichte des Tangos. Außerdem laufen Filme und Lesungen. Und natürlich gibt es Tanzvorführungen; Fortgeschrittene erhalten Tipps von TangoProfis. Das Projekt läuft noch bis zum 11. September. „Die Halle ist zwar nicht besonders schick“, sagt der Projektleiter von Tangoformat, Stefan Horn. „Aber wenn es regnet, ist das eine gute Abkühlung für die Tänzer.“

Wer es trotz der Schlachthofromantik lieber mondän mag, wird mit dem Jubiläumsprogramm ebenfalls bedient. Zum Beispiel in der Staatsoper Unter den Linden: Dort wird der in Buenos Aires geborene Dirigent Daniel Barenboim mal keinen Taktstock in der Hand haben – zum Auftakt des zweimonatigen Festivals sitzt er am 31. August am Klavier.

Keine Musik, s ondern gesprochene Wörter erklingen im Ibero-Amerikanischen Institut: Hier läuft das Symposium „Moderne in den Metropolen“. Es setzt sich mit den Werken der Schriftsteller Roberto Arlt und Alfred Döblin auseinander. Im Theater „Hebbel am Ufer“ laufen drei Stücke junger argentinischer Regisseure, und in der „literaturWERKstatt“ können Interessierte lernen, wie man argentinische und deutsche Gedichte in die jeweils andere Sprache übersetzt.

Ganz still ist es dagegen in den Ausstellungen des Festivals. Im Jüdischen Museum hängen Bilder des Künstlers Marcelo Brodsky. Unter dem Titel „Buena Memoria“ behandelt er vor allem die Vergangenheit von Buenos Aires. wor/urs

Weitere Informationen im Internet www.buenosaires-berlin.com

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