Berlin : Zum Verbrechen an dem Kind sucht die Polizei einen großen, pickligen Mann

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Die Polizei hat bisher keine verwertbaren Hinweise zu der Vergewaltigung eines acht Jahre alten Mädchens in Neukölln erhalten. Das Kind war, wie berichtet, am Wochenende von einem Unbekannten an der Sonnenallee ergriffen und in einen Hausflur gezerrt worden. Anschließend hat der Mann das Mädchen auf einen Dachboden gebracht und sich an ihm vergangen. Dabei wurde das Opfer so schwer verletzt, dass es anschließend im Krankenhaus operiert werden musste. Erschwert wird die Suche nach dem Gewalttäter dadurch, dass der Mann niemandem in dem Haus aufgefallen ist.

Die Tat ereignete sich am vergangenen Sonnabend zwischen 11 und 12 Uhr in einem Mietshaus nahe der Mareschstraße. Von den Bewohnern hat offenbar niemand bemerkt, dass ein Fremder in dem Haus unterwegs war. Bei dem Täter handelt es sich um einen schätzungsweise 1,90 Meter großen Mann. Besonders auffällig seien seine Pickel im Gesicht, teilte die Polizei mit. Er hatte hellbraune, kurz geschnittene und nach hinten gekämmte Haare. Nach der Beschreibung, die das misshandelte Kind gegeben hat, war der Täter mit einer Sportjacke in den Farben Blau, Weiß und Rosa bekleidet, und er trug eine blau-weiße Hose.

In solchen Fällen, in denen Kinder von Fremden vergewaltigt werden, ist die Polizei auf der Suche nach dem Täter besonders auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Die Aussage des Opfers hat lediglich eine Spur gewiesen. Man müsse die Auskünfte des verletzten und geschockten Kindes vorsichtig und behutsam eingrenzen, heißt es bei der Polizei.

Der bisher letzte Fall, bei dem ein Kind Opfer einer Vergewaltigung durch einen Fremden wurde, liegt fast genau zwei Jahre zurück. Damals hatte ein 50-jähriger, einschlägig vorbestrafter Sexualtäter im Bezirk Pankow eine Elfjährige sieben Stunden lang in seiner Gewalt gehalten und sich mehrfach an dem gefesselten Kind vergangen. Auch dieser Täter suchte sein Opfer in der Öffentlichkeit. Er hatte das Kind angesprochen und dabei seine Hilfsbereitschaft ausgenutzt, indem er es bat, die Haustür aufzuhalten, um sein Fahrrad in den Flur schieben zu können.

Dann lockte er das Kind in eine Wohnung des leer stehenden Hauses, fesselte es mit Handschellen und legte zusätzlich Daumenfesseln an. Dieser Täter wurde zwei Tage später gefasst und schließlich im August 1998 zu einer neunjährigen Haftstrafe und zeitlich unbegrenzter Sicherungsverwahrung verurteilt.

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