Berlin : Zum WM-Start noch 871 Jobs zu vergeben

Arbeitsagenturen fehlt es an qualifizierten Kräften

Rainer W. During

Einen Tag vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft sind in Berlin noch 871 WM-Jobs zu vergeben. Gesucht werden unter anderem noch Hostessen mit Fremdsprachenkenntnissen und ausgebildete Sicherheitskräfte. Aber auch andere Bewerber haben noch Chancen. „Wir vermitteln alles außer Spieler“, sagt Ellen Queisser von der Niederlassung Berlin-Nord der Agentur für Arbeit.

Die Einstellungen erfolgen überwiegend zum Beginn der Weltmeisterschaft. Deshalb hat das zentrale WM-Team der Arbeitsagentur für die Hauptstadtregion gegenwärtig Hochkonjunktur. 20 Vermittler bearbeiten Gesuche und Angebote, haben montags bis samstags Sprechstunde. Bedarf besteht auch noch für Servicepersonal wie Köche, Restaurant- und Hotelfachleute, Barmixer sowie für Verkäufer mit den Schwerpunkten Sportartikel, Textil/Bekleidung und Elektrogeräte. Fremdsprachenkenntnisse sind dabei gefragt. Gesucht werden ferner Kraftfahrer und Handwerker. Gut drei viertel der Angebote sind sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten, der Rest freiberufliche oder geringfügige Beschäftigungen.

2117 WM-Jobs konnten bereits vermittelt werden. Meist ist der Einsatz zunächst auf die Dauer der Weltmeisterschaft begrenzt. Aus einigen Branchen gibt es Hinweise, dass einige Stellen in feste Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt oder bewährte Arbeitskräfte auch bei künftigen Aufträgen wieder eingesetzt werden sollen, so Ellen Queisser. Das gilt im Hotel- und Gaststättengewerbe, bei den Sicherheitsfirmen und den Hostessendiensten sowie vereinzelt auch im kaufmännischen Bereich.

Gab es anfangs täglich 120 bis 150 Bewerbungen, melden sich jetzt noch 30 bis 50 Interessenten. Rund 5700 Kandidaten sind derzeit registriert. Den meisten aber fehlen die gewünschten Fertigkeiten und Kenntnisse. Qualifizierte Fachkräfte mit Berufserfahrung können sich in den Arbeitsagenturen melden oder den Bewerberbogen aus dem Internet (über www.arbeitsagentur.de) herunterladen.

Bei der Arbeitsagentur geht man davon aus, dass es auch nach dem Anpfiff am 9. Juni noch Stellenangebote geben wird. Das betrifft dann zum Beispiel die Nacharbeiten im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft. Denn alles, was speziell zur WM aufgebaut wurde, muss nach den Spielen auch wieder abgebaut werden.

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