ZUR PERSON : ZUR PERSON

Die Oppositionelle.

Die Ost-Berlinerin Marianne Birthler trat sehr früh in Opposition zur DDR-Führung, zunächst in der Initiative „Frieden und Menschenrechte“. 1986 war sie Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Solidarische Kirche“. Die gelernte Katechetin und Gemeindehelferin sprach am 9. November 1989 auf der Großdemo auf dem Alexanderplatz, war in der frei gewählten DDR-Volkskammer Sprecherin von Bündnis 90 und gehörte kurzzeitig dem Deutschen Bundestag an.

Die Ministerin. Im Oktober 1990 wurde Marianne Birthler in den Brandenburger Landtag gewählt und übernahm wenig später unter Ministerpräsident Manfred Stolpe das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Aus Protest gegen die ungeklärten Stasi-Vorwürfe gegen Stolpe trat sie im Oktober 1992 zurück. Nach dem Zusammenschluss von Bündnis 90 und den Grünen wurde sie Sprecherin der neuen Partei.

Die Aufklärerin. Im September 2000 wurde Birthler vom Bundestag zur Nachfolgerin von Joachim Gauck als Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes gewählt. Ihre einmal verlängerte Amtszeit endete im März 2011. gn

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