• Zur Wohltätigkeit angestiftet 52 Projekte präsentierten sich beim Stiftungstag im Roten Rathaus

Berlin : Zur Wohltätigkeit angestiftet 52 Projekte präsentierten sich beim Stiftungstag im Roten Rathaus

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Millionär zu sein, kann nicht schaden. Ist aber kein Muss – jedenfalls nicht, wenn man eine Stiftung gründen möchte. 50 000 Euro Grundkapital reichen schon, um in der Welt des Stiftungswesen Fuß zu fassen. Das sagt jedenfalls Ulrich F. Brömmling – und er muss es wissen: Er ist Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, der den gestrigen „1. Berliner Stiftungstag“ im Roten Rathaus zusammen mit der Senatskanzlei initiiert hat. 52 der rund 450 selbstständigen Stiftungen in Berlin präsentierten sich dort bis zum späten Nachmittag ähnlich wie auf einer Messe: Mit Stellwänden, Broschüren und Katalogen machten die Mitarbeiter der gemeinnützigen Projekte bei den Besuchern auf sich aufmerksam.

In vier Bereiche waren die verschiedenen Stiftungen eingeteilt: Wissenschaft, Kultur, Soziales und Politik/Bildung. Das AntiDrogenhilfeprojekt der „Stiftung Synanon“ beispielsweise informierte, wie ehemalige Süchtige lernen, ohne Drogen zu leben und wieder ins „normale Leben mit geregelter Arbeit zurückfinden“, wie ein Mitarbeiter erzählt. „Zwei Leute haben sich schon eingehend informiert und wollen bei uns mitarbeiten.“ Das wäre der Optimalfall. Denn außer auf sich aufmerksam zu machen, wollen die Stiftungen auch Mitarbeiter für sich gewinnen, die gerne freiwillig etwas Gutes für das Gemeinwesen tun möchten. Schließlich ist das der Sinn einer Stiftung. Aber natürlich soll auch denjenigen Mut gemacht werden, „die immer schon mal überlegt haben, eine eigene Stiftung zu gründen“, sagt Ulrich F. Brömmling.

Oder man nutzt den Tag wie Jiri Kandeler. Er ist Mitarbeiter beim Internet-Kinderradio „Radijojo“. „Ich suche eine geeignete Stiftung, die Lust hat, unser Projekt zu unterstützen“, sagt er. Ein anderes Besucherpaar geriet „rein zufällig“ zwischen die Aussteller: Es sind Touristen aus Bayern, die sich das Rote Rathaus einmal anschauen wollen. „Aber interessant ist’s trotzdem“. tabu

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