Berlin : ZUSAMMENGENÄHT

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Umberto Boccioni hält sich mit der Komposition seiner „Dynamik eines Fußballspielers“ an die Richtlinien des futuristischen Manifests, das der Dichter Marinetti 1909 in der Pariser Zeitschrift „Le Figaro“ verfasst: „Wir erklären, dass der Glanz der Welt um eine neue Schönheit reicher geworden ist, um die Schönheit der Geschwindigkeit. Ein Rennautomobil ist schöner als die Nike von Samothrake.“ Die Kunst soll den dynamischen Geist der neuen Technik darstellen, die Dynamik den Betrachter durchdringen. So zeigt das Bild den Fußballspieler nicht in einer Bewegung, sondern simultan in mehreren. Weil er dafür mehr Platz brauchte als er ursprünglich annahm, nähte Boccioni zusätzlich Leinwand an das Originalstück und vergrößerte die zu bemalende Fläche so um ein Fünftel. cof

(Aus dem MoMAKatalog)

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