Berlin : Zwei Meister, ein Sieger

Auftakt in der Fußball-Oberliga

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Am nächsten Sonnabend geht es auch in der FußballOberliga wieder los. Der Tagesspiegel klärt zum Rückrundenauftakt die wichtigsten Fragen.

Die Favoriten: In der Nordstaffel ist die Sensation eingetreten: Die Amateurmanschaft von Hertha BSC setzt Bundesligaprofis ein – und ist trotzdem nur Tabellenzweiter. Spitzenreiter ist der FC Schönberg 95 mit zwei Punkten Vorsprung. Trotzdem: Hertha bleibt der Topfavorit auf den Titel. Schönberg und der Nachwuchs des Bundesligisten Hansa Rostock sind die einzigen, die die Berliner ernsthaft gefährden können .

Der Aufstieg: Da die Oberliga Nordost in eine Nord- und Südstaffel geteilt ist, spielen die Meister in zwei Entscheidungsspielen den Aufstieg in die Regionalliga aus. Die Aufstiegsspiele finden am 8./9. Juni und 14./15 Juni statt. Der Klub aus dem Norden hat zuerst Heimrecht. In der vergangenen Saison scheiterten Herthas Amateure an Dynamo Dresden – vor 12 000 Zuschauern im Berliner Jahnsportpark. In Dresden waren es sogar 17 000 Fans gewesen.

Der Gegner: In der Südstaffel tummeln sich die einst so großen Klubs des DDR-Fußballs: Sachsen Leipzig, VfB Leipzig, Hallescher FC. Der 1. FC Magdeburg gewann 1974 sogar den Uefa-Cup. Spitzenreiter ist Carl-Zeiss Jena – mit zwei Punkten Vorsprung auf die beiden Leipziger Vereine. Diese Teams werden den Titel unter sich ausmachen.

Die Finanzen: In der Oberliga werden keine Lizenzen benötigt – in der Regionalliga schon. Deshalb müssen die Aufstiegskandidaten bis zum 3. März ihre Unterlagen beim Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt am Main eingereicht haben. Dort wird geprüft, ob sie wirtschaftlich reif für die Drittklassigkeit sind. Und: Wie steht’s um die Sicherheit in den Stadien? Bis zu den Aufstiegsspielen ist klar, wer die Lizenz erhält. Notfalls rückt der Verfolger nach.

Die Fusion: Der Nordostdeutsche Fußballverband hat jetzt den Antrag eingereicht, dass es in Zukunft nur noch eine Oberliga geben soll. Hertha ist dafür – weil der Nachwuchs gegen Klubs wie Jena und Leipzig auf höherem Niveau spielen würde. Der Schritt ins Profigeschäft würde leichter fallen. Für kleinere Klubs bedeutet die Fusion eines: höhere Reisekosten. AG

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