Berlin : Zwei neue Häuser: Ikea möbelt den Standort Berlin auf

Jörn Hasselmann

Ikea baut zwei weitere große Möbelhäuser in Berlin. Der schwedische Konzern hat jetzt die Kaufverträge für zwei Grundstücke in Schöneberg und in Hohenschönhausen unterzeichnet. Ikea-Sprecherin Sabine Nold bestätigte dies gestern dem Tagesspiegel. Die Grundstücke sind jeweils 75 000 Quadratmeter groß. Die beiden neuen Filialen sollen 2003 und 2004 eröffnet werden. Beide werden mit je 25 000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu den größten in Deutschland gehören. In Hohenschönhausen baut Ikea an der Landsberger Allee in Höhe Ferdinand-Schultze-Straße; in Schöneberg auf dem Areal des Reichsbahnausbesserungswerkes südlich des Sachsendamms.

Welches der beiden Projekte als erstes eröffnet wird, steht noch nicht fest. Das hänge vom Tempo der Planer und der Behörden ab, sagte Nold. "Wir planen die beiden Eröffnungen mit etwa einem Jahr Abstand." Nirgendwo auf der Welt gibt es dann so viele Filialen wie in Berlin. "Wir wollen näher an unsere Kunden", begründete Nold die Verdoppelung der Filialenzahl in Berlin. Positiver Nebeneffekt aus Sicht Ikeas: Die Verkehrsbelastung für die Stadt sinkt. "Es müssen nicht mehr so viele quer durch die Stadt fahren", sagte Nold. Über die Investitionen will Ikea noch keine Angaben machen. Ikea will die Öffentlichkeit erst Anfang kommender Woche über die Pläne informieren.

Derzeit baut Ikea seine erste Berliner Filiale an der Ruhlebener Straße in Spandau völlig um, dort wird die Verkaufsfläche auf 20 000 Quadratmeter verdoppelt. Spandau war 1979 eines der ersten Ikea-Häuser in Deutschland. Im November 1993 eröffnete Ikea auf der brandenburgischen Wiese in Waltersdorf, gleich hinter der Stadtgrenze, das zweite "Berliner" Geschäft. Seitdem ist Waltersdorf für Ikea-Freunde aus dem Süden und Osten Berlins das Ziel - trotz häufiger Staus auf dem Autobahnzubringer. Beide neuen Häuser sind über die Straße gut zu erreichen, über die Landsberger Allee und die Stadtautobahn/Sachsendamm. In Schöneberg wird neben Ikea in den kommenden beiden Jahren ein völlig neues Geschäftsviertel entstehen. In die denkmalgeschützten Hallen des einstigen RAW ziehen neben dem größten Berliner Bauhaus-Markt dann noch diverse andere Fachmärkte.

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