Berlin : Zwei nigerianische Betrüger gestellt

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Zwei Betrüger der so genannten Nigeria-Connection sind bei dem Versuch festgenommen worden, einen 66-jährigen Mann aus Nordrhein-Westfalen um 50 000 Dollar zu betrügen. Die beiden 28 und 30 Jahre alten Nigerianer hatten sich als Repräsentanten der nigerianischen Zentralbank ausgegeben. Der 66-Jährige sollte am Sonnabend in einem Hotel am Messedamm in Charlottenburg für eine angeblich bei der US-Botschaft beschaffte Chemikalie bezahlen, mit der "aus Sicherheitsgründen schwarz gefärbtes Geld entfärbt" werden kann. Tatsächlich handelte es sich dabei um schwarze auf Dollargröße zurechtgeschnittene Papierschnipsel.

Der Nordrhein-Westfale hatte die Polizei selbst von dem geplanten Treffen informiert. Er war in der Vergangenheit auf einen anderen Trick der Betrüger hereingefallen und hatte viel Geld verloren. Seinerzeit hatten ihn angebliche Handelsvertreter geködert. Sie hatten behauptet, von einer nigerianischen Erdölgesellschaft 21 Millionen Dollar erhalten zu haben. Das Geld liege wohlverwahrt in Nigeria und solle in Deutschland investiert werden. Der 66-Jährige könne sich daran beteiligen, wenn er zuvor helfe, die Dollar-Millionen nach Deutschland zu bringen. Zuvor verlangten die Täter aber mehrere 1000 Dollar an Gebühren und Transferkosten, um das angeblich in Nigeria deponierte Geld nach Deutschland zu transportieren. Dabei kam dem Mann der Verdacht, er könnte Betrügern aufgesessen sein. Der 30-jährige Nigerianer ist bereits wegen Rauschgiftdelikten bekannt. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen, sein Komplize kam auf freien Fuß.

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