Berlin : Zwei Orte mit Geschichte

Das Undine-Haus ist eine Dauerruine. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Das Undine-Haus ist eine Dauerruine.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Das Undine-Haus ist eine Dauerruine (unteres Foto), die eigentlich schon beseitigt sein sollte, doch der Bau von Eigentumswohnungen hat sich verzögert. Der Park rundherum ist weitgehend intakt, allerdings fehlt es an Attraktionen, die mehr Menschen an die Königsseestraße locken könnten. Das Schicksal des Undine-Hauses ist bislang nur im Wassersportmuseum Grünau dokumentiert. 1908 gegründet, wurden die Undine-Ruderer nach 1933 stark reglementiert und 1938 schließlich aus ihrem herrschaftlichen Clubhaus gedrängt. An eine Restitution war nach 1945 nicht zu denken. Erst nach der Wende kam das Haus wieder in jüdischen Besitz, stand aber lange leer und brannte ab. Der südlich gelegene Don-Ugoletti-Platz an der Friedenskirche (oben) hat auch einen Bezug zum Naziregime. Pfarrer Don Ugoletti aus Albinea, der Partnerstadt Treptow-Köpenicks, kümmerte sich 1944 um eine christliche Bestattung von fünf deutschen Soldaten, die hingerichtet worden waren. Sie hatten Kontakt mit italienischen Widerstandskämpfern aufgenommen, um die deutsche Kommandantur kampflos zu übergeben. Unter den Ermordeten war der Treptower Hans Schmidt. Er wurde 1995 posthum zum Ehrenbürger Albineas ernannt. loy

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben