Berlin : Zwei Tote in Haftanstalten Diabetikerin lag leblos in Zelle

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In Berliner Haftanstalten hat es zwei Todesfälle gegeben. Laut Justizverwaltung erhängte sich ein 45jähriger Untersuchungshäftling in Moabit am vergangenen Samstag mit einem Bettlaken am Fenster. Der Mann befand sich seit dem 4. Dezember auf Grund eines Haftbefehls wegen Entführung in Haft.

Am Montag wurde in der Vollzugsanstalt für Frauen eine 55-Jährige leblos in ihrer Zelle aufgefunden. Sie verbüßte eine Haft von 25 Tagen als Ersatz einer Geldstrafe wegen Betruges und war laut Justiz als Diabetikerin bekannt – eine Behandlung habe sie aber abgelehnt. Da sie nicht „akut“ litt, habe man sie zu keiner Behandlung zwingen können. Eingreifen dürfe ein Arzt erst, wenn ein Patient beispielsweise das Bewußtsein verliere und nicht mehr in der Lage sei, „seinen Willen kundzutun.“ dpa

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