• Zweijährige ertrank in einem Teich im Görlitzer Park Zum zweiten Mal in diesem Sommer verunglückte ein Kleinkind in einem Gewässer auf dem Gelände

Berlin : Zweijährige ertrank in einem Teich im Görlitzer Park Zum zweiten Mal in diesem Sommer verunglückte ein Kleinkind in einem Gewässer auf dem Gelände

Jörn Hasselmann

Wieder ist ein kleines Kind an einem Teich verunglückt, wieder geschah das Unglück im Görlitzer Park. Und wieder war das Kind unbemerkt weggelaufen, während seine Eltern grillten. Die Familie E. hatte mit Bekannten auf der Wiese gegessen. Plötzlich erschien eine Frau mit einem zweieinhalb Jahre alten Jungen auf dem Arm und fragte, ob das Kind zu ihnen gehöre. Voller Freude schlossen die Eltern ihren Jungen in die Arme. Und erst jetzt vermisste die Eheleute E. aus Neukölln ihre Tochter Aileen. Beide Kinder hatten zusammen gespielt.

Die Familie fing an, nach dem Mädchen zu suchen. Eine 27-jährige Frau aus Kreuzberg half ihnen dabei und entdeckte das Kleinkind im Teich. Sie lief ins flache Wasser, rief laut um Hilfe und zog das Mädchen ans Ufer. Zusammen mit einem hinzueilenden 42-jährigen Kreuzberger versuchte sie das Kind zu reanimieren, dies gelang dann einem Notarzt. Doch die kleine Aileen starb Freitag früh im Krankenhaus. Das Landeskriminalamt hat Ermittlungen wegen Verletzung der Fürsorgepflicht aufgenommen.

Vor zwei Monaten war der ebenfalls zwei Jahre alte Furkan U. in einen Teich im Kinderbauernhof auf der anderen Seite des Parks gefallen. Nach Angaben der Klinik liegt der Junge immer noch auf der Intensivstation, unklar ist, ob er bleibende Schäden davonträgt.

Eingezäunt ist der Tümpel nicht, in dem Aileen ertrunken ist. Nach Angaben von Baustadtrat Franz Schulz ist der kleine See nur 20 bis 40 Zentimeter tief. Von den Parkbesuchern werde der See gemieden, weil er abgelegen ist und Hunde dort herumtollen. Schulz sieht keine Möglichkeit, derartige Unfälle zu verhindern. Bei dem Unfall vor zwei Monaten war der Junge abends in den geschlossenen Kinderbauernhof gelaufen. Zwar war der Teich umzäunt, dem Jungen muss es aber gelungen sein, die Tür zu öffnen. Wie Lars Herrmann vom Kinderbauernhof gestern sagte, wurde danach ein Schloss angebracht.

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