Berlin : Zweijähriger schwer verletzt

Vater steht wegen Kindesmisshandlung vor Gericht

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Berlin - Als der zweieinhalbjährige Junge mit inneren Blutungen und Hämatomen ins Krankenhaus kam, fiel der Verdacht schnell auf den Vater: Wegen grober Misshandlung muss sich seit gestern der 34-jährige Angelo K. vor dem Landgericht verantworten. Der alleinerziehende Vater von Zwillingen soll die lebensgefährlichen Verletzungen durch „massive stumpfe Gewaltanwendung“ verursacht haben. Der Mann aus Altglienicke aber ließ über seine Verteidigerin erklären: „Ich kann mir nicht erklären, wie es zu der Verletzung gekommen ist.“ Der Kleine sei bereits weinerlich gewesen, als er ihn aus der Kita abgeholt habe. Zeugen beschrieben K. als fürsorglichen Vater. „Er ist wirklich sehr liebevoll, sehr behutsam mit den Kindern umgegangen“, sagte eine Mitarbeiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes. Sie kam aufgrund einer Erkrankung des Mannes regelmäßig in die Familie. Der 17-jährige Sohn der Lebensgefährtin des Angeklagten erklärte: „So einen Vater hätte ich mir auch gewünscht.“ Nach einem Gutachten kam es am Abend oder in der Nacht zu den Verletzungen. Die Zwillinge leben jetzt in einer Pflegefamilie. Der Prozess wird am 14. März fortgesetzt. K. G.

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