Berlin : Zweiter Versuch

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Die Idee, aus Berlin und Brandenburg ein gemeinsames Land zu machen, kam schon bald nach dem Mauerfall auf. Der Stadtstaat Berlin sollte mit seinem natürlichen Umland zu einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsregion zusammenwachsen. Einige Politiker und Historiker erinnerten auch daran, dass Berlin und Brandenburg bis 1945 die Kernlande Preußens waren. Am 20. Dezember 1991 wurde eine gemeinsame Regierungskommission gegründet. Man diskutierte über eine neue Verfassung und Verwaltung für BerlinBrandenburg, über die Finanzprobleme beider Länder und man einigte sich auf eine gemeinsame Landesentwicklungsplanung. Jede Menge Staatsverträge wurden geschlossen. Länderübergreifende Einrichtungen (Akademie der Künste, Akademie der Wissenschaften) wurden ins Leben gerufen. Die Regierungen rührten kräftig die Werbetrommel. Trotz alledem wurde die Fusion von Berlin und Brandenburg am 5. Mai 1996 in einer Volksabstimmung abgelehnt. Die Brandenburger wollten nicht. An der skeptischen bis ablehnenden Stimmung in der Bevölkerung hat sich seitdem nicht viel geändert, aber die Politiker in beiden Ländern sind grundsätzlich bereit, einen neuen Anlauf zu wagen. Mit einer Volksabstimmung 2006 und der Vereinigung 2009. Vor allem die private Wirtschaft drängt. za

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