Berlin : Zweitgehalt auf Kosten der Kunden Bewährungsstrafe für Ex-Banker der Berlin Hyp

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Wenn seine Kollegen zur Mittagspause gingen, besserte Daniel K. heimlich sein Privatkonto auf: Der ehemalige Mitarbeiter der Berlin Hyp überwies sich innerhalb von knapp fünf Jahren Kundengelder in Höhe von insgesamt rund 260000 Euro. „Wir haben einfach über unsere Verhältnisse gelebt“, sagte der 34jährige Bankkaufmann gestern im Prozess.

Auch als die Ehefrau schwanger wurde und ihr Gehalt ausfiel, trat er nicht auf die Bremse. Wegen Mietschulden sei dann die Wohnung gekündigt worden, sagte der jetzt arbeitslose Mann. „Das war der Auslöser für die Tat.“ Ab Sommer 1999 zweigte er durchschnittlich 4700 Euro im Monat heimlich für sich ab und finanzierte damit Urlaubsreisen, ein Auto und einen Umzug. In der Bank kam man ihm erst im Februar dieses Jahres bei einer internen Revision auf die Schliche. Daniel K. gestand sofort und zeigte sich selbst an.

Mit der Berlin Hyp hat er inzwischen einen Vergleich abgeschlossen und den Schaden reguliert. Das Geld gab ihm seine Mutter. Das Amtsgericht Tiergarten zeigte sich milde: zwei Jahre Haft auf Bewährung. Außerdem muss K. 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. K. G.

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