Berlin : Zwischen Dorf und Metropole

Ausstellung über Willy Römer, Pressefotograf der Weimarer Zeit

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Das Deutsche Historische Museum bittet um Mithilfe für die Ausstellung „Das verlorene Berlin“, die im kommenden Jahr an den Berliner Pressefotografen Willy Römer erinnern soll. Römer (1887 bis 1979) war einer der wichtigsten Pressefotografen im Berlin der Weimarer Republik. Sein Werk ist das einzige fast vollständig erhaltene dieser Zeit, wurde aber bislang kaum ausgewertet und noch nie in ganzer Fülle ausgestellt.

Römers Fotografien, die fast alle wichtigen Persönlichkeiten seiner Zeit zeigten, aber auch das Leben der „namenlosen“ Berliner dokumentierten, fügen sich zum Porträt einer entschwundenen Epoche zusammen: Berlin zwischen Dorf und Metropole. Römer selbst stammte aus einer Handwerkerfamilie im Norden der Innenstadt. Gemeinsam mit dem Kaufmann Walter Bernstein gründete er 1920 die Photothek Römer & Bernstein, die bis 1935 am heutigen Mehringdamm 55 ihren Sitz hatte. Weil Bernstein Jude war, wurde die Firma von den Nazis in den Konkurs getrieben.

Das Deutsche Historische Museum sucht Menschen, die Willy Römer gekannt haben und etwas über ihn erzählen können. Gesucht werden außerdem Informationen und Dokumente aller Art über Römer, seine Firma, die Mitarbeiter und die Berliner Pressefotografie vor 1935. Informationen an Dieter Vorsteher, Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2 in 10117 Berlin, Telefon 2030 4201. ac

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