ZWISCHEN DEN JAHREN : Mit voller Personalkraft

Für die Angestellten der Stadt liegt Weihnachten dieses Jahr sehr ungünstig, da sie eine fast normale Arbeitswoche erwartet. Sämtliche Ämter in der Stadt haben zwar an Heiligabend und am ersten und zweiten Weihnachtstag geschlossen, öffnen aber von Dienstag bis Freitag wieder zu den ganz normalen Zeiten. Des Beamten Leid ist des Bürgers Freud: Die Tage zwischen Christkind und Silvesterknallern können Berliner nutzen, um längst fällige Behördengänge zu erledigen.

„Wir rechnen aber trotzdem nicht damit, dass der Andrang besonders groß sein wird, da zwischen den Feiertagen auch viele Menschen in den Winterurlaub fahren“, sagt eine Sprecherin des Landesamts für Bürger- und Ordnungsaufgaben. Und obwohl auch einige ihrer Kollegen in den Ferien seien, sei sie optimistisch, dass alle Anträge etwa rund um Kraftfahrzeuge in ihrer Behörde auch erledigt werden könnten. Bei den Bezirksämtern scheint man sogar regelrecht verwundert über die Frage, ob es zwischen den Feiertagen veränderte Öffnungszeiten gäbe. „Nein, dann hätten wir es ja veröffentlicht“, heißt es beim Amt.

Lediglich die Mitarbeiter einiger öffentlicher Bücherhallen dürfen ein Verschnaufpäuschen einlegen, etwa die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Mitte oder die Ingeborg-Bachmann-Bibliothek in Charlottenburg-Wilmersdorf. Wer sich trotzdem nicht sicher ist, ob er sein bürokratisches Anliegen wirklich noch schnell vor Jahresende erledigt bekommt, kann sich unter der Behörden-Hotline 115 davon überzeugen und helfen lassen. Sie ist an den Werktagen zwischen Weihnachten und Silvester wie üblich von 8 bis 18 Uhr besetzt – mit voller Personalkraft. Eine Hotline-Mitarbeiterin versichert: „Falls jemand noch unbedingt einen Express-Reisepass beantragen möchte, können wir das ganz sicher auch kurzfristig noch in die Wege leiten.“ jde

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