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Zwischenlager vorm Kanzleramt : Kernkraftgegner protestieren im Regierungsviertel

Die Anti-Kernkraft-Initiative "Ausgestrahlt" und der Kulturfestivalveranstalter "Tollwood" aus München protestieren gegen die Atompolitik der Bundesregierung.

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Überall gelbe Büchsen: Das Forum vorm Bundeskanzleramt in Mitte hat sich am Montag vorübergehend in ein symbolisches Atommüllendlager verwandelt. Damit protestierten die Anti-Kernkraft-Initiative „Ausgestrahlt“ und der Kulturfestivalveranstalter „Tollwood“ aus München gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Foto: dpaAlle Bilder anzeigen
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16.05.2011 14:20Überall gelbe Büchsen: Das Forum vorm Bundeskanzleramt in Mitte hat sich am Montag vorübergehend in ein symbolisches...

Überall gelbe Büchsen: Das Forum vorm Bundeskanzleramt in Mitte hat sich am Montag vorübergehend in ein symbolisches Atommüllzwischenlager verwandelt. Damit protestierte die Anti-Kernkraft-Initiative „Ausgestrahlt“ und der Kulturfestivalveranstalter „Tollwood“ aus München gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Am Nachmittag fand ein Protestzug gegen die „Jahrestagung Kerntechnik 2011“ statt; getagt wird vom 17. bis 19. Mai mit 1300 Teilnehmern im Berliner Congress Center in Mitte.

Der Demozug startete um 17 Uhr am Schlesischen Tor in Kreuzberg. Die Aktivisten zogen dann zum Berliner Sitz des Bundesumweltministeriums am Alexanderplatz. Die Veranstalter sprachen von rund 500 Demonstranten. Bei ihrem Protestzug passierten die Demonstranten das Vattenfall-Heizkraftwerk Mitte an der Köpenicker Straße. Dort forderten sie mit Transparenten und Parolen die Abschaltung der Atomkraftwerke des Energieversorgers. Vereinzelt wurden Farbkapseln gegen das Kundenzentrum des Unternehmens geschleudert. Bereits am Wochenende war es zu Farbattacken gegen das Gebäude gekommen. „Ansonsten blieb es aber entspannt und friedlich“, sagte eine Polizeisprecherin am Abend.

Die Anti-Atom-Aktivisten kündigten für den heutigen Dienstagvormittag eine Blockade aller Eingänge im Congress Center an. In Sichtweite des Tagungsorts ist eine Mahnwache geplant. In der Stadt gibt es wegen der Fukushima-Katastrophe und der Diskussionen um die Laufzeitverlängerung vielerorts Aktionen.

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