Der Tagesspiegel : Berliner Ring im Nordosten dreispurig ausgebaut

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Bernau – Der Verkehr auf dem Berliner Autobahnring A10 läuft seit gestern wieder etwas flüssiger. Auf dem östlichen Abschnitt zwischen dem Dreieck Schwanebeck, der Ausfahrt BerlinHohenschönhausen und der Abfahrt Berlin-Marzahn stehen jetzt in beiden Richtungen drei Fahr- und ein Standstreifen zur Verfügung. Der Ausbau der elf Kilometer langen Strecke kostete rund 52 Millionen Euro, die im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 11 aus dem Bundeshaushalt bezahlt wurden. Das meiste Geld steckt in den 15 neuen Brücken, die völlig neu gebaut wurden. Die Vorgänger überspannten nur zwei Fahrstreifen in jeder Richtung. Außerdem entstand ein so genannter Wildurchlass, um Tieren ein gefahrloses Unterqueren der Strecke zu ermöglichen. An der gesamten Strecke stehen Wildschutzzäune. Nach Abschluss kleiner Restarbeiten fallen bald alle Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Mit der gestrigen Freigabe sind jetzt von dem insgesamt 380 Kilometer langen Autobahnring – in jeder Richtung 190 Kilometer – 208 Kilometer komplett erneuert und auf drei Fahrstreifen ausgebaut. Voraussichtlich Mitte 2006 folgt die acht Kilometer lange Strecke zwischen den Anschlussstellen Berlin-Marzahn und Berlin-Hellersdorf. Damit wäre dann der gesamte südliche und der östliche Abschnitt vom Dreieck Werder bis zum Dreieck Schwanebeck fertig.

Noch keine Bautermine bestehen dagegen für den nördlichen und westlichen Teil des Rings. Ursprünglich sollte der Verkehr zwischen Werder und der Ausfahrt Spandau bis zur Fußball-WM 2006 jeweils dreispurig rollen können, doch jetzt fehlt dem Bund das Geld dafür. Im Norden sollen private Geldgeber für die Finanzierung des Baus zwischen Schwanebeck und Neuruppin auf der Autobahn A24 Berlin-Hamburg gefunden werden. Schwerpunkte der Bauarbeiten in Brandenburg sind augenblicklich die Autobahnen A13 Berlin-Dresden und A11 Berlin-Prenzlau. Ste.

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