Berliner Schlossplatz : Erster Spatenstich für temporäre Kunsthalle

Der "White Cube" nimmt Form an: Ab jetzt entsteht auf dem Berliner Schlossplatz eine Kunsthalle, die bereits im Oktober eröffnen soll. Nach zwei Jahren muss das Projekt allerdings wieder Platz machen.

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Jetzt geht's los. Der symbolische Spatenstich für die temporäre Kunsthalle Berlin. -Foto: dpa

Berlin Für die temporäre Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz ist am Freitag der erste Spatenstich gesetzt worden. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte auf dem Festakt, dass die temporäre Kunsthalle auch der "Auftakt zu einer festen Kunsthalle" sein werde, wofür jedoch noch ein geeigneter Ort gefunden werden müsse.

Präsentiert werde zeitgenössische Kunst, "die in Berlin entsteht und internationale Impulse setzt", kündigte Angela Rosenberg vom Kunsthallen-Projekt an. Zudem würden Künstler ermuntert, neue Formate speziell für die Kunsthalle zu entwickeln. Der "Laborcharakter" stehe bei dem Projekt im Vordergrund. Eröffnet werde die Kunsthalle am 17. Oktober mit einer Ausstellung der in Berlin lebenden südafrikanischen Künstlerin Candice Breitz.

Kunsthalle für zwei Jahre

Insgesamt werden von Mitte Oktober 2008 bis Mitte Oktober 2010 acht Schauen gezeigt. Die ebenfalls als Ausstellungsfläche dienende etwa 1680 Quadratmeter umfassende Außenhaut der Kunsthalle wird für zwei Kunstwerke genutzt. Bereits ab September soll dort eine weiße, "pixelierte Wolke" auf blauem Grund von dem in Linz geborenen Künstler Gerwald Rockenschaub leuchten.

Der eingeschossige, zunächst als "White Cube" bezeichnete Bau kostet 950.000 Euro und wird von der Stiftung Zukunft Berlin finanziert. Nach zwei Jahren verschwindet die Kunsthalle wieder, und es beginnt voraussichtlich die Errichtung des Neubaus in der Kubatur des Stadtschlosses, das sogenannte Humboldt-Forum, dessen Eröffnung für 2013/14 geplant ist. (ho/ddp)