Bessere Verständigung : "Heißer Draht" zwischen Washington und Peking

Um Missverständnisse militärischer Art künftig schnell aus der Welt schaffen zu können, richten die Verteidigungsministerien von China und den USA eine Telefon-Standleitung ein. Weiter uneins sind beide Länder über den Umgang mit Iran.

PekingDer US-Verteidigungsminister Robert Gates vereinbarte beim ersten China-Besuch seiner Amtszeit mit seinem Pekinger Kollegen Cao Gangchuan die Einrichtung der eigenen Verbindung zwischen den beiden Verteidigungsministerien. Damit soll auf militärischer Ebene ein direkte Kommunikation ermöglicht werden.

Weiteres Thema des Treffens sei das umstrittene iranische Atomprogramm gewesen. Im Unterschied zu den USA lehnt die chinesische Regierung bisher weitere UN-Sanktionen gegen Teheran ab. Wie Gates auf einer Pressekonferenz sagte, stimmten sein chinesischer Gastgeber und er überein, die Bemühungen fortzusetzen, den Iran zu einem geänderten Verhalten und einer friedfertigen Politik zu bewegen.

Gates mahnte nach eigenen Worten mehr Transparenz beim chinesischen Verteidigungshaushalt an, der in diesem Jahr um 17,8 Prozent auf rund 45 Milliarden Dollar (rund 31 Milliarden Euro) angewachsen ist. Auch in den vergangenen Jahren hatte es eine ähnliche Steigerungsrate gegeben. Cao sagte vor Journalisten, sein Land vollziehe eine "normale Entwicklung seiner eigenen militärischen Streitkräfte auf seinem eigenen Territorium". (mit dpa)