Beteiligungsmodelle : Union stellt Konzept für Mitarbeiterbeteiligung vor

Wenige Tage nach der SPD stellt die Union heute ihre Ideen zur Mitarbeiterbeteiligung vor. Das CDU-Konzept sieht im Unterschied zu den Sozialdemokraten eine direkte Beteiligung am Firmenkapital vor.

Berlin Wenige Tage nach der SPD stellt die Union heute ihr "Konzept für soziale Kapitalpartnerschaft" vor. Dabei geht es um die direkte Beteiligung der Beschäftigten am Firmenkapital. Die SPD dagegen will die Arbeitnehmer indirekt über einen "Deutschlandfonds" am Unternehmen partizipieren lassen. Nach den Vorstellungen der SPD sollen in den Fonds keine Gehaltsbestandteile fließen, sondern Bonus- oder Extrazahlungen der Firmen. Durch die indirekte Beteiligung sollen die Arbeitnehmer vor dem Risiko von Pleiten geschützt werden.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla äußerte sich trotz der unterschiedlichen Vorstellungen zuversichtlich über eine gemeinsame Koalitionsinitiative. "Ich bin sehr optimistisch, dass wir eine gemeinsame Gesetzesinitiative erarbeiten können", sagte er der "Braunschweiger Zeitung". "Damit haben wir ein sehr gutes Projekt für die zweite Hälfte der Legislaturperiode." Die SPD habe ein erstes Modell vorgelegt, das Konzept der Union folge am heutigen Freitag. "Über die genauen Einzelheiten müssen wir noch reden. Aber im Ziel, Arbeitnehmer stärker am Gewinn und Kapital der Unternehmen zu beteiligen, sind wir uns einig."

Der Vorsitzende der Niedersachsen-FDP, Philipp Rösler, hält den SPD-Plan für eine "absurde Idee". Rösler sagte, der von SPD-Chef Kurt Beck vorgeschlagene "Deutschlandfonds" bedeute am Ende "eine Enteignung der Arbeitnehmer". (mit dpa)