Betreuungsgeld : CSU-Politikerin kritisiert Stoibers Vorstöße

Die Vorschläge von CSU-Chef Edmund Stoiber zum Betreuungsgeld haben in der eigenen Partei für Widerspruch gesorgt. Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt ergriff Partei für Familienministerin Ursula von der Leyen.

Berlin Im unionsinternen Streit über das geplante Kinder-Betreuungsgeld wird CSU-Chef Edmund Stoiber auch in der eigenen Partei kritisiert. Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt (CSU) ergriff in der "Süddeutschen Zeitung" Partei für Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU). Von der Leyen lehnt die von Stoiber geforderten Zahlungen an Familien, die Kinder zu Hause erziehen, ab und war deshalb von ihm attackiert worden.

Die Diskussion über das Betreuungsgeld sei auch in der CSU "noch nicht abgeschlossen", sagte Hasselfeldt. In der CSU-Landesgruppe im Bundestag sei über das Thema noch nicht ausführlich gesprochen worden, es gebe noch eine Reihe offener Fragen. So sei beispielsweise nicht geklärt, ob berufstätige Frauen, die ihre Kinder zu Hause betreuten, auch in den Genuss des Geldes kämen. Auch die Frage der Altersvorsorge für zu Hause erziehende Mütter sei offen. Außerdem müsse darüber nachgedacht werden, wie das Deutsch-Lernen von Kindern ausländischer Familien gefördert werden könne. "Da ist das Geld alleine nicht der Weisheit letzter Schluss", sagte Hasselfeldt. (mit dpa)