BEWEGUNGS melder : Tiefe Seufzer

Sandra Luzina schwärmt für das Mariinsky-Ballett

Sandra Luzina

Ach, du lieber Schwan! Kein anderes Ballett entlockt mir so viele Seufzer wie Schwanensee. Schönheit und Kitsch liegen hier freilich nah beieinander. Und was mit dem Klassiker zur wunderbaren Musik von Tschaikowski heute alles angestellt wird! Eine russische Truppe präsentiert „Schwanensee on Ice“, eine Eiskunstlauf-Show mit Ex-Olympioniken. Und in einer chinesischen Akrobatikshow, die gerade durch Deutschland tourt, tanzt die Prinzessin in Spitzenschuh auf dem Kopf des Prinzen und muss sich zudem extrem verbiegen.

Der schönste „Schwanensee“ kommt immer noch vom Mariinsky-Theater St. Petersburg. Das legendäre Opernhaus feiert seinen 225. Geburtstag und kommt mit drei Opern und zwei Balletten nach Berlin. Neben dem korsischen Pluderhosen-Ballett Le Corsaire steht natürlich auch der „Schwanensee“ auf dem Programm, der hier in der Originalfassung von Marius Petipa und Lew Iwanow getanzt wird. Damit immer noch nicht genug der Schwänerei: Bei der Gala kann man auch noch den „Sterbenden Schwan“ anschauen – und dann tief seufzen.

Deutsche Oper, „Schwanensee“: Fr 3.10., 18 Uhr, „Le Corsaire“: Sa 4.10., 19.30 Uhr und So 5.10., 14 Uhr, Gala: Mo 6.10., 19.30 Uhr, ab 35 €

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