Der Tagesspiegel : Bewerber beim Land haben keine Ahnung Große Lücken bei Rechtschreibung und Allgemeinwissen

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Potsdam. Gute Zensuren garantieren noch keine guten Kandidaten: Laut Innenministerium gibt es bei den Bewerbern für eine Ausbildung beim Land gravierende Unterschiede zwischen Zeugnisnoten und den in Eignungstests nachgewiesenen Leistungen. Von 196 Bewerbern für so genannte Kammerberufe – dazu gehören Kaufleute, Fachinformatiker und Fachleute für Bürokommunikation – bei den Ministerien seien nur 113 in die engere Wahl gekommen. Von diesen erwiesen sich rund zwei Drittel als geeignet.

Trotz guter bis befriedigender Noten auf den Abschlusszeugnissen der 10. Klassen erfüllten 33 Bewerber nicht die Anforderungen vor allem in Rechtschreibung und Allgemeinwissen. Weitere 36 Bewerber schieden selbst aus, so dass 44 Kandidaten für die Ausbildungsplätze übrig blieben. Wegen der hohen Ausfallquote sei eine zweite Bewerberrunde ausgeschrieben worden, bei der sich auch nur wenige qualifizieren konnten.

39 Interessenten erhalten jetzt Verträge für eine dreijährige Ausbildung. Das Land stellt den Angaben zufolge neben den fachspezifischen Ausbildungen bei Polizei-, Justiz- oder Finanzbereich jährlich 30 bis 60 Ausbildungsplätze in so genannten Kammerberufen zur Verfügung. Dafür stehen in diesem Jahr gut 1,7 Millionen Euro bereit. dpa

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