Bilanz : Trennung von Chrysler beschert Daimler Milliardenverlust

Die Altlasten bei der Trennung von der kriselnden US-Tochter Chrysler haben dem Autokonzern Daimler im dritten Quartal einen Verlust in Milliardenhöhe eingebracht. Die Mercedes-Gruppe konnte dafür deutlich zulegen.

Daimler
Weniger Gewinn für Daimler. -Foto: ddp

Der Fehlbetrag beim Konzernergebnis betrug 1,5 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Dax-Konzern mitteilte. Im Vorjahr hatte der Autobauer noch einen Nettogewinn von 868 Millionen Euro erzielt. Insgesamt fielen durch das Ende der transatlantische Autoehe Belastungen in Höhe von 2,6 Milliarden Euro im dritten Quartal an. Nach ersten Berechnungen hatte Daimler noch mit einem Wert von rund drei Milliarden Euro gerechnet.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern verbesserte sich zwischen Juli und September um vier Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg nach Daimler-Angaben um sechs Prozent auf 25,7 Milliarden Euro. Der Absatz legte um vier Prozent auf 537.000 Fahrzeuge zu.

Die Ergebnisse in den Sparten fielen unterschiedlich aus. Die Mercedes Gruppe legte deutlich beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 57 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Im Konzernbereich Daimler Trucks ging das operative Ergebnis wegen der schleppenden Nachfrage in den USA und Japan dagegen um 15 Prozent auf 480 Millionen und bei den Finanzdienstleistungen um 61 Prozent auf 87 Millionen Euro zurück. Im Segment mit Bussen und Vans gab es einen Rückgang um sechs Prozent auf 319 Millionen Euro. (mit dpa)