Bildung : Brandenburg landet beim Pisa-Test im Mittelfeld

Brandenburgs Bildungsminister Rupprecht zeigt sich zufrieden mit dem jüngsten Pisa-Test. In allen drei Kompetenzbereichen hat sich das Land verbessert - doch sozial schwächer gestellte Schüler bleiben weiter zurück.

Potsdam Bei der jüngsten Pisa-Studie ist Brandenburg im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld gelandet. Wie Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) am Dienstag in Potsdam mitteilte, erreichten die märkischen Schüler in der Rangliste der 16 Bundesländer bei den Naturwissenschaften Platz acht und beim Textverständnis Platz elf. Im Fach Mathematik belegte das Land gemeinsam mit Hessen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern Platz fünf. In der aktuellen Pisa-Studie 2006 wurde Sachsen Spitzenreiter und verdrängte Bayern auf den zweiten Platz. Das Schlusslicht bildete Bremen.

Der Bildungsminister zeigte sich bei der Vorstellung durchaus zufrieden mit den Ergebnissen, warnte zugleich aber auch vor zu viel Euphorie. "Die brandenburgischen Schüler haben es geschafft, sich in den drei zentralen Kompetenzbereichen weiter - zum Teil sogar erheblich - zu verbessern", sagte Rupprecht. Einziger Wermutstropfen sei die deutliche Verschlechterung bei der Beurteilung der Bildungschancen von Schülern mit einer sozial schwächeren Herkunft.

Schwerpunkt auf Naturwissenschaften

Für die Ergänzungsstudie wurden 2006 bundesweit rund 57.000 Schüler getestet. Der Schwerpunkt beim jüngsten Pisa-Test lag im naturwissenschaftlichen Bereich. Etwa die Hälfte der Testaufgaben beschäftigte sich deshalb mit Physik, Chemie, Biologie und Geowissenschaften. Jeweils ein Viertel der Aufgaben befasste sich mit Fähigkeiten in Lesen und Mathematik.

Die Pisa-Studie ist eine internationale, von der OECD organisierte Bildungsuntersuchung zur Kompetenz von 15-Jährigen. Sie wird alle drei Jahre erhoben. Die erste Auflage gab es im Jahr 2000. Bei der jüngsten Studie lagen die deutschen Schüler mit einem Mittelwert von 516 Punkten erstmals deutlich über dem OECD-Durchschnitt. Damit konnte Deutschland seine Position im Vergleich zu den vorangegangenen Erhebungen 2000 und 2003 deutlich verbessern. (ho/ddp)

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