Bildung : Brandenburg will mehr Schulvisitatoren

24 so genannte Schulvisitoren haben im Schuljahr 2006/2007 in Brandenburger Bildungseinrichtungen die Qualität des Unterrichts kontrolliert. Ein Erfolgsmodell, findet das zuständige Ministerium und will noch mehr Kontrolleure einstellen.

200 Brandenburger Schulen sollen im aktuellen Schuljahr Besuch von den so genannten Schulvisitatoren bekommen. Sie überprüfen seit zwei Jahren, wie es um die Qualität der Bildungseinrichtungen bestellt ist, von der Grundschule bis zum Gymnasium. Das Ministerium ist zufrieden.

Bei seiner heutigen Bilanz kritisierte Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht vor allem, dass die Schüler zu wenig individuelle Förderung erhielten. Die Lehrer unterstützten den aktiven Lernprozess der Kinder und Jugendlichen nicht ausreichend, klagte Rupprecht.

Fünf Schulen schwach, Bilanz trotzdem positiv

Im vergangenen Schuljahr wurden 118 Schulen von 24 externen Experten besucht. Dabei stellten sich fünf Schulen als besonders schwach heraus, sagte Hans-Jürgen Kuhn, Referatsleiter für Qualitätsentwicklung im Bildungsministerium. Die Leistungen dieser Schulen seien unter dem allgemeinen Standard.

Insgesamt bewertete der SPD-Minister Rupprecht das Ergebnis der Schulvisitationen jedoch positiv. Schüler, Lehrer und Eltern seien überwiegend zufrieden. Die Schulen planen den Unterricht den Angaben zufolge effektiv. Dadurch könne die Lern- und Lehrzeit intensiv genutzt werden.

Alle Schulen sollen überprüft werden

Die Visitatoren besuchen die Schulen für zwei Tage. Dabei sprechen sie mit Lehrern und Schülern, begutachten das Schulgelände und beobachten den Unterricht in verschiedenen Klassen. Anhand der Ergebnisse bekommt jede Schule einen Aktionsplan, um Defizite gezielt beheben zu können. Nach zwei Jahren werden sie erneut kontrolliert. Für das laufende Schuljahr will das Bildungsministerium sieben weitere Visitatoren einstellen.

Jede der insgesamt rund 800 öffentlichen Schulen im Land soll den Angaben zufolge wenigstens alle fünf Jahre besucht werden. Die Landesregierung unterstützt das Projekt jährlich mit 1,3 Millionen Euro. (nim/ddp)

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