Bildung : Weniger Frauen wollen studieren

Gut ein Drittel der deutschen Abiturientinnen sieht sich vor finanziellen Schwierigkeiten in Studium oder Ausbildung.

Amory Burchard

34 Prozent der Frauen gaben bei einer Befragung durch das Hochschul-Informations-System (HIS) an, dass die Geldfrage bei der Planung ihres Werdegangs ein Problem darstelle. Bei den Männern sind es nur 26 Prozent. Bundesweit 29 000 Schülerinnen und Schüler hat HIS 2008 ein halbes Jahr vor dem Abitur befragt.

Abschreckend wirken auch die Zugangsbeschränkungen: Knapp ein Drittel sah den Numerus clausus als Planungshindernis. Auf ein Studium verzichten wollen 29 Prozent der Frauen und 24 Prozent der Männer, im Durchschnitt 27 Prozent. Dieser Anteil ist im Vergleich zu einer Umfrage von 2006 deutlich gestiegen, damals schlossen nur 16 Prozent ein Studium aus, 2005 waren es allerdings schon einmal 26 Prozent. Nur 51 Prozent der Abiturienten waren zum Zeitpunkt der aktuellen Befragung fest entschlossen zu studieren, 21 Prozent wollten „eventuell“ ein Studium aufnehmen, damit beträgt die maximale Studierneigung 72 Prozent.

Dabei spielt der familiäre Bildungshintergrund eine große Rolle: Von den Schulabgängern mit mindestens einem Elternteil mit Hochschulabschluss wollen maximal 78 Prozent studieren, ohne Hochschulabschluss in der Familie sind es nur 65 Prozent.

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