Birma : Junta gibt sich dialogbereit

Die Militärregierung möchte wieder Gespräche aufnehmen und hat eine Einladung an die USA geschickt. Regierungschef Than Shwe hat sich darüber hinaus unter bestimmten Bedingungen zu einem Treffen mit Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi bereit erklärt.

Aung San Suu Kyi
Findet das Treffen statt? Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari versuchte zwischen Junta und der Oppositionsführerin zu...Foto: dpa

RangunDie birmanische Militärführung hat  eine Vertreterin der USA in Rangun zu direkten Gesprächen am  Freitag eingeladen.  Wie Außenamtssprecher Sean McCormack in Washington mitteilte, bat die birmanische Führung die  US-Geschäftsträgerin Shari Villarosa zu einem "Briefing mit Regierungsvertretern" am Regierungssitz Naypyidaw. Villarosa kenne die Themen des Treffens nicht, ergänzte McCormack.

Wie das Staatsfernsehen in Birma berichtet, ist der oberste General Than Shwe auch bereit, ein Gespräch mit der Oppositionellen  Aung San Suu Kyi zu führen. Die unter Hausarrest stehende Friedensnobelpreisträgerin müsse jedoch vor dem Treffen erklären, dass sie die internationalen Sanktionen gegen Birma nicht befürworte. Der Juntachef habe sein Angebot auch dem UN-Sonderbeauftragten Ibrahim Gambari gemacht, mit dem er am Dienstag zusammengetroffen war, hieß es weiter.

Der französische Außenminister Bernard Kouchner kündigte an, sich auf einer Reise nach Südostasien für einen demokratischen Wandel in Birma einzusetzen. "Ich werde in einigen Tagen in diese Länder reisen", sagte Kouchner, ohne genauere Angaben zu machen. Der effektivste Druck auf Birma müsse von den Nachbarländern kommen, darunter Thailand. Indien sei sehr entschlossen und überzeugt von der Notwendigkeit eines demokratischen Wandels in Birma. Kouchner lobte, dass China seine Position seit dem Amtsantritt des neuen Außenministers Yang Jiechi geändert habe. (mit dpa, AFP)