Birma : Treffen im Schatten der Junta

Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari ist in Birma mit der Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi zusammengetroffen. Gambari soll zwischen Opposition und Militärführung vermitteln.

RangunGambari und Aung San Suu Kyi hätten sich in einem Gästehaus der Regierung in Rangun getroffen, verlautete aus Sicherheitskreisen. Das Gespräch dauerte rund eineinviertel Stunden. Zuletzt hatte Gambari die seit 18 Jahren fast ununterbrochen unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin im vergangenen November gesprochen.

Am Vortag war Gambari am Regierungssitz Naypyidaw rund 400 Kilometer nördlich von Rangun mit Vertretern der Militärführung zusammengekommen, darunter offenbar auch mit Junta-Chef General Than Shwe, wie ein Diplomat mitteilte. Gambari hält sich seit Samstag in Birma auf, um im Auftrag der Vereinten Nationen (Uno) zwischen der Militärführung und der pro-demokratischen Opposition zu vermitteln.

Ein Großaufgebot birmanischer Sicherheitskräfte hat auch heute größere Proteste gegen die Militärjunta unterdrückt. In den Straßen von Rangun patrouillieren zahlreiche Soldaten. Die Junta war seit Mittwoch mit großer Härte gegen die demonstrierenden Mönche vorgegangen. Mittlerweile sind die meisten Klöster des Landes abgeriegelt. Nach unbestätigten Angaben sind in vielen Klöstern nur noch halb so viele Mönche wie zu Beginn des Aufstands vor zwei Wochen - viele seien festgenommen worden, andere geflohen, hieß es. (mit AFP und dpa)