Der Tagesspiegel : Blindpflug

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Die meisten Felder sind abgeerntet, doch selbst nach dem Pflügen ist die Erde staubtrocken. Wegen der hohen Brandgefahr sind in Brandenburg mittlerweile 160 000 Hektar Forst für die Öffentlichkeit gesperrt worden. Betroffen ist vor allem der Süden – insbesondere um Peitz und DoberlugKirchhain. Im Berliner Umland wurden dagegen nach Auskunft der Landesforstanstalt bislang noch keine Sperrungen verhängt. Inzwischen herrscht in zehn von 14 Landkreisen die höchste Waldbrandstufe vier, die es den örtlichen Forstämtern erlaubt, Wälder zu sperren. Ein generelles Zutrittsverbot gelte allerdings noch nicht, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums: „Wir versuchen, alle Wege zu touristischen Zielen und Seen in Wäldern offen zu halten.“ Auch Wander- und Reitwege können weiter benutzt werden. Strafen von bis zu 50 000 Euro drohen jedoch dem, der sie verlässt. Die 1,7 Millionen Hektar Brandenburger Waldes sind vor allem wegen ihres hohen Kiefernanteils stark feuergefährdet. „Das wegen des fehlenden Regens vertrocknete Gras erhöht die Gefahr in diesem Jahr noch“, sagte ein Sprecher der Landesforstanstalt. Das Ministerium hat die Forstämter aufgerufen, mehr Streifen als sonst durch die Wälder zu schicken. In diesem Jahr haben die Behörden schon 430 Waldbrände registriert – zehn Mal mehr als im Vorjahreszeitraum. frh / Foto: dpa

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