Börse : Dax wieder im Aufwind

Positive Entwicklung: Angetrieben von Kursgewinnen in den USA hat der Dax am Dienstag wieder den Sprung über die Marke von 4000 Zählern geschafft.

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Der Dax an der Frankfurter Börse entwickelt sich positiv. -Foto: dpa

Frankfurt am mainZum Schluss verbuchte der Leitindex ein sattes Plus von 2,39 Prozent auf 4084,76 Punkte. Im März ist der Dax damit um 6,27 Prozent gestiegen - so stark wie seit April 2008 nicht mehr. Für den MDax ging es um 2,45 Prozent auf 4426,37 Punkte nach oben, und der TecDax gewann 2,16 Prozent auf 479,91 Zähler. In den USA hat sich die Stimmung der Verbraucher im März wieder etwas aufgehellt.

Aktien von Finanzinstituten waren im Zuge der Markterholung wieder gefragt. So stiegen die Titel der Commerzbank um 7,77 Prozent auf 4,02 Euro, und für die Aktien der Deutschen Bank ging es um 4,48 Prozent auf 30,30 Euro nach oben. Papiere der Deutschen Börse indes verteuerten sich an der Dax-Spitze um 9,35 Prozent auf 45,38 Euro. Die beiden Großaktionäre des Börsenbetreibers, TCI und Atticus, haben ihr gemeinsames Vorgehen aufgekündigt. Seit mehreren Wochen kursieren bereits Gerüchte über einen Ausstieg der beiden Hedgefonds. Zuletzt hatten der britische Children's Investment Fund (TCI) und der US- Fonds Atticus Capital wiederholt vergeblich eine Zerschlagung des Konzerns gefordert, weil sie sich von einem solchen Schritt mehr Profit versprachen.

VW-Titel fielen auf 231,30 Euro

Porsche-Vorzugsaktien mussten hingegen nach Zahlen und Ausblick Kursverluste von 4,48 Prozent auf 35,38 Euro verkraften. Der Sportwagenbauer konnte zwar im ersten Halbjahr das Nettoergebnis mehr als vervierfachen und dabei einen höheren Gewinn als Umsatz erzielen. Für das Gesamtjahr wollte das Unternehmen aber keine Prognose wagen. Ein Börsianer sieht den Umsatz im ersten Halbjahr zudem unter den Analystenerwartungen. VW-Titel fielen mit minus 2,20 Prozent auf 231,30 Euro ans Dax-Ende. Händler begründeten dies mit den Porsche- Zahlen, die der Übernahmefantasie bei VW etwas Wind aus den Segeln nähmen. Laut DZ-BANK-Analyst Michael Punzet können wegen der hohen Nettoverschuldung des Sportwagenbauers Spekulationen aufkommen, dass Porsche eventuell nicht in der Lage ist, den Anteil an VW entsprechend zu erhöhen, um einen Beherrschungsvertrag abzuschließen.

Im MDax kletterten die Papiere von Klöckner & Co (KlöCo) um 9,59 Prozent auf 7,43 Euro in die Höhe. Sie profitierten von ermutigenden Aussagen des Stahlhändlers zum weiteren Geschäftsverlauf: Nach dem massiven Nachfrageeinbruch in den vergangenen Monaten erkennt Klöckner & Co nun erste Tendenzen zur Stabilisierung auf niedrigem Niveau. (sba/dpa)