Der Tagesspiegel : Bombodrom: Flüge von überall

Keine festen Schneisen für Jets Gegner hoffen weiter

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Wittstock. Die Entscheidung, die KyritzRuppiner Heide wieder militärisch zu nutzen, schlägt weiter hohe Wellen. Gegner warfen Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) am Donnerstag vor, die touristische Entwicklung der Region zu torpedieren. Der Berliner Rechtsanwalt Rainer Geulen sieht im neuen europäischen Recht gute Chancen für Klagen gegen die Pläne. Struck hatte am Mittwoch entschieden, das 12 000 Hektar große Gelände der Luftwaffe zu Übungszwecken zu überantworten.

Dabei können die Kampfflugzeuge im Prinzip aus allen Richtungen übers „Bombodrom“ einfliegen, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums dem Tagesspiegel am Donnerstag.

Der typische Übungsflug werde am Standort der Flugzeuge irgendwo in der Republik beginnen und dort auch wieder enden. Entsprechend vielfältig seien die möglichen Flugrouten auf die Kyritz-Ruppiner Heide zu. Auch die Flughöhe hänge vom jeweiligen Übungsauftrag ab – von der bundesweit geltenden Tieffluggrenze von 300 Metern aufwärts sei alles möglich. Zwei Einschränkungen gebe es allerdings: Die Routen für den Zielanflug mit Unterstützung einer Boden-Radarstation seien so gewählt, dass sie weder über die Mecklenburgische Seenplatte noch über Ortschaften führten. Habe ein Pilot einen Übungsauftrag unter Sichtflug-Bedingungen, stelle sich das Problem der Tiefflüge nicht, weil der Jet seine Flughöhe dabei erst innerhalb des Übungsgebiets stark senke. bib/dpa

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