Borussia Dortmund : Lehmann: Zu hoch gepokert?

Bei Arsenal London sitzt die Nummer 1 im deutschen Tor nur auf der Bank, alles sah nach einem Wechsel zu Borussia Dortmund aus. Doch der soll jetzt geplatzt sein.

Hakan Uzun,Roland Peters
Jens Lehmann
Jens Lehmann : Wohin geht die Reise? -Foto: ddp

Für anderthalb Jahre soll Jens Lehmann vier Millionen Euro inklusive Handgeld gefordert haben. Das war den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Dortmundern anscheinend zuviel, will die "Bild"-Zeitung erfahren haben. Dies sei mehr, als der verletzte Roman Weidenfeller und sein Ersatzmann Marc Ziegler im selben Zeitraum zusammen verdienen würden. Die Verhandlungen lägen auf Eis. Wenn sich der 38-jährige Lehmann sich nicht auf seinen Ex-Klub zubewegt, ist der Transfer damit wohl vom Tisch.

Ursprünglich wurde davon ausgegangen, dass der Verein bei der für heute angesetzten Pressekonferenz eine Einigung mit Lehmann verkünden wollte. Die Dortmunder hatten dem deutschen Nationalkeeper, der bei Arsenal am Spanier Manuel Almunia scheiterte, für die restlichen 17-Ligaspiele eine Million Euro zugesichert. Bei Arsenal legen sie Lehmann bekanntlich keine Steine in den Weg. "Wenn er gehen will, dann werden wir uns nicht gegen ihn stellen", erklärte sein Noch-Trainer Arsene Wenger.

In Jens Lehmann wollten die Dortmunder einen starken Ersatz für Roman Weidenfeller verpflichten, der noch wegen einer Schulterverletzung lange ausfällt. Sein Ex-Klub braucht dringend einen Rückhalt, um die zweitschlechteste Abwehr der Liga (30 Gegentore) zu stabilisieren. Nur Arminia Bielefeld musste mehr Gegentreffer hinnehmen (38).

Aber Lehmann könnte sich durch diesen Wechsel vor allem für die Euro 2008 als Stammspieler vorbereiten. "Die EM ist mein großes Ziel und dafür muss ich spielen. Die Spielpraxis ist halt sehr wichtig", äußerte sich Lehmann schon vor Wochen frustriert von seinem Reservistendasein in London.