Boxen : Klitschko kann Kampf gegen Brewster kaum erwarten

Am Samstag verteidigt Wladimir Klitschko seinen WM-Titel gegen den Amerikaner Lamon Brewster. Klitschkos Trainer weiß nicht nur wie, sondern auch wann der Kampf endet.

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"Nacht der Wahrheit": Brewster gegen Klitschko. -Foto: dpa

KölnDas Lager des ukrainischen Box-Weltmeisters Wladimir Klitschko strotzt vor Selbstbewusstsein. "Wladimir ist vor seinem 52. Kampf in der Form seines Lebens. Er wird in der siebten Runde durch K.o. gewinnen", kündigte Klitschko-Trainer Emanuel Steward in Köln an, wo sein Schützling am Samstag den IBF-Titel gegen den Amerikaner Lamon Brewster auf das Spiel setzt. Klitschko selbst ist vor der "Nacht der Wahrheit", wie der übertragende Fernsehsender die Auseinandersetzung in der Kölnarena bezeichnet, euphorisch: "Ich habe mich seit drei Jahren vorbereitet und auf den Kampf gewartet. Ich freue mich wahnsinnig."

Die Niederlage gegen Brewster aus dem Jahr 2004 hat der 31 Jahre alte Schwergewichtler Klitschko abgehakt. "Mit der Vergangenheit beschäftige ich mich nicht, sondern nur mit der Zukunft. Ich sehe keine Parallelen zwischen diesem Kampf und dem vor drei Jahren", sagte Klitschko, der dem Amerikaner nach einem konditionellen Einbruch durch Technischen K.o. unterlegen war. Klitschko setzt in der Neuauflage nicht nur auf seine physische Stärke: "Jeder Kampf entscheidet sich im Kopf. Ohne mentale Stärke kann man sein Konzept nicht umsetzen." Brewster sagte zu Stewards optimistischer Kampfprognose, dass ein K.o. für Klitschko in der siebten Runde "Wunschdenken" sei.

Brewster ist "ein wahrer Puncher"

Klitschko und sein Coach haben großen Respekt vor Brewster. "Er kann viel einstecken und bleibt trotzdem gefährlich", sagte Klitschko über den Amerikaner. Steward bezeichnete den Konkurrenten des Titelverteidigers ebenfalls als sehr gefährlich. "Er ist ein wahrer Puncher. Aber Wladimir wird einen sehr attraktiven Kampf gewinnen." Der gegnerische Coach James McGirth hielt zunächst verbal dagegen: "Lamon hatte eine tolle Vorbereitung. Er ist in Superform. Ich denke, wir werden mit dem Titel nach Hause fliegen."

Die Veranstalter gehen von einer ausverkauften Kölnarena aus. Bis heute wurden im Vorverkauf bereits rund 18.000 Tickets abgesetzt. Das Interesse an dem Fight ist groß: In mehr als 100 Ländern wird das so genannte Rematch zwischen Klitschko und Brewster im Fernsehen übertragen. Über 300 Medienvertreter sind akkreditiert. (mit dpa)