Brandenburg : Zahl der Straftaten sinkt - Aufklärungsquote auch

Brandenburgs Innenminister Schönbohm freut sich über den Rückgang der Kriminalität im vergangenen Jahr. Dass sich gleichzeitig die Aufklärungsquote verschlechtert, erklärt der Minister mit dem Umbau der Kripo. Für die Gewerkschaft der Polizei gibt es aber noch andere Gründe.

PotsdamDie Brandenburger Sicherheitsbehörden haben 2008 einen deutlichen Rückgang bei Straftaten verzeichnet. Die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf gut 209.000 gesunken, sagte Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) am Dienstag in Potsdam bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik. Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen verringerte sich von 84.266 auf 74.332.

Gleichzeitig sank aber auch die Aufklärungsquote um 5,5 Prozent auf 51,9 Prozent. Als mögliche Ursachen dafür nannte Schönbohm den Umbau der Kriminalpolizei sowie technische Umstellungen mit statistischen Verschiebungen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Ursache für die sinkende Aufklärungsquote im anhaltenden Personalabbau bei der Polizei und im Umbau der Kripo. GdP-Landeschef Andreas Schuster betonte, durch eine Entscheidung Schönbohms würden 390 Kripo-Stellen abgebaut. 2008 seien bereits 190 Stellen gestrichen worden, weitere 200 Stellen sollten in diesem Jahr wegfallen. Damit sei ein weiterer Rückgang der Aufklärungsquote vorprogrammiert. Der Personalabbau müsse deshalb schnellstens gestoppt werden. (sf/ddp)

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