Der Tagesspiegel : Brandenburgs Badeseen: Nicht immer kristallklar, aber sauber

-

Potsdam – Brandenburgs Badeseen liegen in ihrer Qualität über dem Durchschnitt aller EUMitgliedsländer. Nach einem Bericht der Europäischen Kommission erfüllten 93,2 Prozent aller Süßwassergebiete in der EU die festgelegten Qualitätsnormen. In Brandenburg mussten dagegen im Vorjahr nur drei von 225 Badestellen, die regelmäßig von den Gesundheitsämtern untersucht werden, gesperrt werden. Dort war der Grenzwert für coliforme Bakterien kurzzeitig mehr als einmal überschritten worden. Die Einleitung verunreinigter Abwässer und mangelnde Hygiene von Badegästen waren dafür die Ursache.

Die Sichttiefe für Gewässer muss laut EU-Grenzwert bei mindestens einem Meter liegen. An 88 Brandenburger Badestellen wurde diese Marke im vergangenen Jahr unterschritten. Gesperrt werden musste deshalb aber kein See. Der Richtwert, den die EU als Ziel für Badegewässer vorgibt, verlangt eine Sichttiefe von mindestens zwei Metern. Diese stellten die Prüfer in Brandenburg im vergangenen Sommer lediglich an 54 Seen durchgängig fest, darunter der Stechlinsee, der Nymphensee bei Brieselang und der Senftenberger See. „Die meisten Seen bei uns sind flach und von reicher Vegetation umgeben“, erklärte der im Landesgesundheitsamt zuständige Mitarbeiter Markus Wulf. „Da fallen viele Blätter ins Wasser, die zur ungefährlichen Trübung führen.“

Für die bevorstehende Saison haben die Gesundheitsämter noch keine Badestellen gesperrt. Die Kontrollen erfolgen jeweils alle 14 Tage, im Hochsommer zum Teil auch wöchentlich oder täglich. Ste.

Weitere Information im Internet: www.luis-bb.de/w/badestellen/index

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben